Urlaub 5: Fishriver Canyon

Samstag:
Unser Plan war, den Tag ueber am/ im Canyon zu verbringen, vielleicht wandernd oder ich auch mal reitend. Aber wie es in unserem Urlaub immer ueblicher geworden ist, haben wir unseren Plan wieder uber den Haufen geworfen und haben umgeplant. Schuld daran am Samstag war das Wetter - das war naemlich gar nicht gut. Zum einen sieht man tendeziell eher schlecht bei Nebel, dann wird man nass bei Regen, und mit einem Blick zum Himmel, der sagte "es wird noch schlimmer", wollten wir wieder auf feste Strassen kommen, bevor wir fuer wer-weiss-wie-lange da oben festsitzen wuerden. Also sind wir zum Canyonrand gefahren und konnten durch Nebelschleier und Regentropfen erahnen, wie atemberaubend schoen der Fishriver Canyon ist. Leonie hat natuerlich X Fotos gemacht, farblich traumhaft: Grau und braun. Wir haben verucht, ein paar Schritte zu gehen, haben aber auch die Aktion schnell abgebrochen wegen des Regens. Leider. Trotzdem hat mich der Canyon so fasziniert, dass ich mir vorgenommen habe, ihn (vielleicht) irgendwann mal runterzuwandern. Das muss man auch nur ein Jahr im Voraus anmelden, man braucht zwar ein aerztliches Tauglichkeitszeugnis und muss nur Wasser und Verpflegung fuer fuenf Tage mitschleppen, aber dafuer lohnt es sich dann auch richtig :-)


Dann sind wir durchgestartet Richtung Norden, um ich-weiss-nicht-wie-viele Kilometer spaeter auf die Strasse Richtung Luederitz zu kommen. Das Tagesziel hiess Klein Aus Vista. Der viele Regen hat die im trockenen Zustand abenteuerlichen und holprigen Strassen in eine einzige Schlammpiste verwandelt. Wo normalerweise ein ausgetrocknetes Bachbett war, rauschte jetzt ein ordentlicher Bach oder teilweise ein Fluss ueber (!) die "Strasse". Mit viel gerutsche sind wir halbwegs vorwaerts gekommen, auch wenn es uns einige Nerven gekostet hat. Als sich der erste Fluss vor uns erstreckte, schlug Klaus die Haende ueber dem Kopf zusammen und starrte fassungslos auf's Wasser. Zu allem Uberfluss standen wir hangabwaerts, und waehrend wir versuchten, uns zu ueberlegen, was als naechstes passieren sollte oder koennte, ertoent direkt hinter uns die Hupe eines Lastwagens. Wir bekamen den Schreck unseres Lebens und dachten, der schiebt uns da jetzt runter. Umgedreht, kein Lastwagen. Es war der einzige Zug, der alles Schaltjahr mal hier vorbeikommt und uns freundlich gegruesst hat. Vielen Dank auch ;-) Ich habe dann beschlossen, dass unser Auto das packt, bin aber sicherheitshalber ausgestigen und habe getestet, wie tief das Wasser ist. Kniehoch. Das schaffen wir! Etwas unter Spannung sind wir losgefahren und tatsaechlich durch den Fluss gekommen - ich glaube ab da hat das Auto unser vollstes Vertrauen genossen. Und so sah das Auto am Ende des Tages aus:

Der zweite, kleinere Fluss:


Wir waren so froh, als wir wieder festen Boden unter den Raedern hatten. Wir haben es auch heil bis Klein Aus geschafft, wo wir im traumhaft gelegenen Desert Horse Inn untergekommen sind. Fortsetzung folgt...

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