Sonntag Morgen, 06h30, Wecker klingelt (gaehn...). Wir wollten nach Khayelitsha, in meine "alte Heimat", fahren und dort in den Gottesdienst gehen. Das haben wir auch getan! Mit dem Minibustaxi sind wir nach Harare (die "section", in der ich gewohnt habe) gefahren. War fuer Leo das erste Mal so richtig Minibustaxi und das erste Mal so richtig Township. Wir kamen eine halbe Stunde zu frueh, aber nur, weil ich nicht wusste, dass der Gottesdienst eine halbe Stunde nach hinten verschoben war. Keiner wusste, dass wir oder ich kommen wuerden. Das war tatsaechlich eine echte Ueberraschung fuer viele Leute! Und fuer mich war das mindestens genauso schoen! Schon auf der Hinfahrt ist mein Puls konstant in die Hoehe gegangen, irgendwie war ich total aufgeregt und (positiv) nervoes. Und dann waren bis auf ein paar wenige Leute alle da, die ich unbedingt sehen wollte: Father Ningi und Familie (hat sogar ein 7-monatiges Baby), mein bester Freund Mbulelo Mendziwa, meine Kollegin Ntombekhaya, Mrs. Nyezi, Mfundo, Mafunda, Bawo Tolo, Siphe, Sizwe, Sifiso, ...
Mit jeder weiteren Person, die ich quasi ueberrascht habe, habe ich mich zunehmend in ein Honigkuchenpferd verwandelt. Ich habe mich einfach unglaublich gefreut, all diese Leute wieder zu sehen. Das war wohl der schoenste Moment, seit wir hier sind...! Der Gottesdienst ging gar nicht so lang, nur 2,5h, also auch ganz annehmbar fuer die Nicht-Kirchgaengerin Leo. Der lebendige Gesang und Tanz haben natuerlich nicht gefehlt, und so war das ein wunderschoener Sonntag Vormittag (trotz Regen).
Bild: Auf dem Weg nach Hermanus - stimmt ungefaehr mit meiner Stimmung in Khayelitsha ueberein (sehr positiv)
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