HIV-Graduation

Ueber einen Zeitraum von ca. 3 Wochen habe ich taeglich an einem Training zum Thema "HIV and the care for children" teilgenommen. Das Training war vorgesehen fuer 20 Freiwillige, was deren Ausbildung war, um bei uns als Ehrenamtliche mitzuarbeiten. Wir haben Ehrenamtliche in den Bereichen HIV und Kindesmissbrauch, jeweils in Hawston, Mount Pleasant und Zwelihle. Diese 20 Freiwilligen kommen alle aus Zwelihle, weil das Programm irgendwie zum Stillstand kam und keiner mehr zum Helfen da war. Ich habe an dem Training teilgenommen, weil es meinen Horizint erweitern sollte (im Bezug auf's Studium). Das hat es auch. Hauptsaechlich etwas gelernt habe ich im Bezug auf Hausbesuche und Gespraeche mit Klienten (ganz allgemein, ohne spezielle Zielgruppe), was mir persoenlich sehr wichtig ist. Davor habe ich immer ein bisschen Angst, denn ich befuerchte, an einen Punkt zu gelangen, an dem ich nicht weiter weiss. Aber ich bin durch das Training und Hintergrundinformationen etwas gestaerkt :-)

Eine Woche nach dem Training, das war letzte Woche Donnerstag (14.06.), fand unsere Abschlussfeier im Gemeindesaal statt. Ich hab' an nichts "Boeses" gedacht - bis ich den Sack voller Umhaenge a la Universitaetsabschluss entdeckt habe... Naja, die Feier an sich war ganz nett, nicht ueberragend - und dank der Ueberzahl von einer Person konnte ich mich vor dem Umhang druecken. Wir haben alle ein Zertifikat bekommen, es wurden Reden geschwungen, ein kleiner Junge hat Floete gespielt und vier Maedchen haben meditativ getanzt, es wurde sehr zeremoniell eine Kerze mit Aids-Schleifchen angezuendet, usw. Aber eigentlich haben alle nur darauf gewartet, dass es vorbei ist - denn im Foyer stand ein riesiger Tisch voll mit Leckereien... Das ist (leider) ein Teil der Xhosa-Kultur, der manchmal etwas anstrengend ist: Viele kommen nur wegen dem (guten) Essen. Aber es hat trotzdem Spass gemacht.

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