Urlaub 3

Am Dienstag sind wir - mal wieder - in Kapstadts Innenstadt gefahren (welch eine Freude!). Diesmal hatten wir die Waterfront im Visier, denn wir hatten eine Fahrt nach Robben Island gebucht. Natuerlich hat die Sonne ohne Ruecksicht geknallt, aber auf dem Boot im Wind ging das noch so. Auf Robben Island selbst, der ehemaligen Gefaegnisinsel, wo hauptsaechlich politische Gefangene inhaftiert waren, wurden wir von einem Bus abgeholt, der uns quer ueber die ganze Insel gefahren hat. Uns wurde jedes einzelne Haus erlaeutert und ein paar Schiffswracke (sagt man das so?) gab's auch zu "sehen". Als wir den Bus verlassen haben, ist die andere Haelfte der Leute, die mit auf dem Boot waren, zur Rundfahrt aufgebrochen und wir haben die gehbare Tour durch's Gefaengnis gemacht. Wir waren im Hochsicherheitstrakt, gefuerht von einem ehemaligen Haeftling, der immernoch auf der Insel wohnt und uns alles geschildert hat wie wenn es gestern erst geschehen waere. Da schluckt man schon ab und zu mal... Natuerlich durfte auch ein Blick in Nelson Mandelas ex-Zelle nicht fehlen, und dann ging's auch schon wieder zurueck. Das Boot war allerdings eher eine Art Transporter, urspruenglich nicht dafuer vorgesehen, groesse Massen von Menschen sicher zu transportieren. Naja, die ersten 20 Passagiere koennen auf einer Holzbank sitzen, der Rest muss zusehen, wo er bleibt. Mir macht das natuerlich nichts aus - und auch anderen jungen Leuten nicht - wir stehen dann relaxt an der Rehling und geniessen Wind und Sonne. Jedenfalls bis das Boot gewaltig ins Schwanken geraet, ziemlich viel Wasser an Bord spritzt und ploetzlich alle patschnass sind. Warum hatten eigentlich fast alle weiblichen Passagiere an dem Tag weisse Hemden an...? Naja, Spass hatten wir trotzdem!

Dann mussten Klaus und ich unser Auto umtauschen gehen. Anscheinend duerften wir mit dem ersten nicht nach Namibia, und genau das hatten wir vor. Mit ein bisschen Aufwand etc. bekamen wir dann von einer anderen Agentur ein Auto fuer den gleichen Preis aber um Klassen besser - das hat uns spaeter noch gerettet - im wahrsten Sinne des Wortes. Wir bekamen aufwaendige Papiere, die wir unbedingt braeuchten, um die Grenze zu passieren. Aha, das sehen wir noch mal ;-) Und dann ging's wieder nach Simons Town - durch den Verkehr, wer haette es gedacht...

P.S.: Fotos folgen, Fortsetzung sowieso.

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Man sagt doch wirklich Schiffwracks, aber das nur am Rande. Leonie, ich lese Deinen Blog mit grossem Interesse und hoffe, noch vieles von Dir zu lesen.
Gruß
Dorothee We.