Am Samstag haben Klaus und ich uns auf den Weg gemacht, das Kap zu erkunden. Ich glaube, wir haben dabei die typische Touri-Tour unternommen, aber wir waren ja auch richtige Touris... Bevor wir endgueltig durchgestartet sind, haben wir uns die Pinguine am Boulders Beach bei uns in Simons Town vorgenommen. Die waren (Dank der Hitze?) nicht so wahnsinnig aktiv. Trotzdem: Blauer Himmel, tuerkises Wasser, Sonne, Afrika - und dazu scharenweise Pinguine!
Von dort sind wir zum Cape Point gefahren, wo das Kap der guten Hoffnung und der Cape Point besichtigt wurden. Klaus hat sich beim Mittagessen von einem Vogel das halbe Broetchen wegnehmen lassen, welches wiederum spaeter von einer Maus gestohlen wurde. Wir sind auch ein bisschen rumgelaufen, haben die Wassertemperatur mit den Zehenspitzen getestet und uns dort ein paar schoene Stunden gemacht.
Naechstes Ziel war der Chapmans Peak Drive, wohl eine der spektakulaersten Strassen die es so gibt, dann quer durch alle moeglichen kleinen und schoenen Ortschaften wieder gen Simonstown.
Sonntag Morgen sind wir ziemlich frueh aufgestanden, denn wir hatten bereits Bekanntschaft mit dem Kapstaedter Verkehr gemacht und vor allem auch der Distanz von Simons Town zu ungefaehr jedem anderen Punkt in Suedafrika. Unser Ziel fuer den Tag war Hermanus, wo wir in die Kirche wollten und Klaus Patrick und Sonja etc. kennen lernen sollte. Ausserdem hatte ich noch kein Gepaeck dabei und Klaus wollte auch seine Mitbringsel, Lebensmittel, nicht zwei Wochen lang durch die Hitze fahren. Wir waren tatseachlich um 08h30 in Hermanus! In der Kirche wollten ungefaehr alle meinen Vater kennen lernen und haben ihn auch hoch gepriesen, was fuer ein netter Mensch er sei und so weiter. Wir sind da schier nicht mehr weg gekommen... Von Jolene haben wir noch ein paar Tipps bekommen, die unsere geplante Reiseroute noch mal etwas geaendert hat.
Montag hiess es noch frueher aufstehen. Leonie dachte sich naemlich, sie koenne ja mal so richtige Afrikanische Geschaefte abwickeln und innerhalb von sechs Tagen an eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis kommen. Ich wurde also an dem Montag nach Worcester zu Home Affairs bestellt, um meinen fertigen Pass abzuholen. Weil Klaus den hlaben Tag rumgesessen haette und nichts haette machen koennen, weil ich das Mietauto gehabt haette, ist er also mit gefahren. Wir sollten wohlgemerkt um 08h00 oder 08h30 da sein, zwei Stunden Fahrt sollten es schon sein. Wir, das waren Sam aus England und ich. Sam hat noch etwas groessere Probleme ihr Visum betreffend, weswegen wir uns zusammengeschlossen hatten und zu Zweit "diesen Weg" gegangen sind...
Eigentlich hatte sich Frank aus Zimbabwe um uns "gekuemmert", aber als wir in Worcester ankamen, nahm uns Jeremiah in Empfang, der uns beiden nicht so wahnsinnig sympathisch war. Er meinte nur, wir sollen reingehen und Fragen beantworten ("was fuer Fragen, wir dachten, alles sei geregelt??") und dann kriegen wir unsere Paesse samt Visa. Aha. Dem war natuerlich NICHT so, wir sind ja schliesslich in Afrika. Immerhin mussten wir nicht anstehen sondern wurden gleich ins Hinterzimmer durchgewunken. Da bekamen wir dann unsere Paesse und einen freundlichen Hinweis, dass das so nicht geht. Ach, echt? Wir waren zwar sehr veraergert, aber irgendwie auch nur halb ueberrascht. Jeremiah wollte dann wieder Geschaefte mit uns machen, was wir dankend abgelehnt haben. Darauf brauchten wir dann auch erst mal einen Cafe! Alles umsonst gewesen, aber immerhin hatten wir die Paesse wieder, und ich immerhin eine Verlaengerung meines "Holiday Visums".
Von da sind wir dann mit einem Abstecher ueber Stellenbosch - ein sehr schoenes kleines Staedtchen uebrigens - wieder nach Kapstadt gefahren, wo wir ein bisschen organisiert haben, um im Anschluss in den unglaublichen Genuss des Feierabendverkehrs in der Metropole Kapstadt zu kommen, der eigentlich gar nicht funktioniert und einen schier in den Wahnsinn treibt. Und wenn man dann noch am genau anderen Ende wohnt, sogar noch dahinter, naemlich in Simons Town, dann mal viel Spass...!
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