Gewohnt habe ich bei Nontsasa, einer alten Freundin und Kollegin von mir, die schon damals unbedingt meinen Vater heiraten wollte, damit ich ihre Stieftochter werde. Sie war etwas enttaeuscht, dass ich ihn nicht mitgebracht habe :-) Das war auch fuer mich das erste Mal, dass ich in einem Wellblechhaus (“Shack”) gewohnt habe, aber ich muss sagen, es ist tatsaechlich geraeumiger und gemuetlicher, als in manchen Backsteinhaeusern.
Natuerlich habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein paar Mal bei meiner alten Familie vorbeizuschauen. Davon ist allerdings nicht mehr viel uebrig geblieben: Nur noch Lukhanyiso (und seine Frau Namhla, die er im Dezember geheiratet hat!) und Malibongwe. Aber sie haben sich riesig gefreut, mich zu sehen, und ich genauso. Ihr Cousin Mawande, mit dem ich immer sehr intensive und lange Unterhaltungen hatte, hat es schier nicht fassen koennen, dass ich tatsaechlich vor ihm stand. Ich bin am Sonntag den ganzen Nachmittag da geblieben und habe den Jungs dabei zugesehen, wie sie einen frisch gekauften Schweinekopf in kleine Stuecke zerlegt haben. Namhla hat das Fleisch dann gekocht und wir haben alle ein paar Stuecke gegessen. Obwohl es komisch klingen mag, es chmeckt wie ganz normales Schweinefleisch, sehr lecker!
Auch in der Kirche habe ich X Leute getroffen, ueber die ich mich sehr gefreut habe. Einer davon war Siphetho, den ich ausschliesslich aus der Kirche kannte. Aber wir haben uns so gut verstanden, dass es mir sehr wichtig war, ihn anstaendig zu begruessen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Alle anderen hatte ich schon vorher getroffen, aber das Wiedersehen ist immer wieder auf's Neue schoen! Es ist schwer das Gefuehl zu beschreiben, wenn gute Freunde einen umarmen, alte Bekannte einen anlaecheln, und lieb gewonnene Menschen einen herzlich begruessen - aber es ist ein Gefuehl, dass gut tut und das Herz zum Tanzen bringt.
Bild: Vor Nontsasas Haus in section 33/ Harare/ Khayelitsha.
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